Besuch in unserer Kläranlage


Die Klasse 4  und die Kombiklasse 3/4 besuchten im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts mit ihren Klassenlehrern Evi Schreg, Sabrina Griesbeck und Gerd Dettenhöfer die Kläranlage Kirchenthumbach. Im Vorfeld wurde im Unterricht das Thema Wasserverbrauch, Reinigung unseres Abwassers und Kläranlage, behandelt. Die Schüler lernten, wie und wo Schmutzwasser im Haus entsteht, z.B. im Bad, in der Küche und erarbeiteten auch Wassersparmaßnahmen.

Das verschmutzte Wasser fließt in Abwasserrohren in den Kanal, an den alle Haushalte ange-schlossen sind. Die Kanäle in den einzelnen Straßen, in die auch das Regenwasser fließt, führen zum Hauptkanal, in dem das Schmutzwasser weiter zur Kläranlage gelangt. Dort wird das Schmutzwasser gereinigt, weil es so nicht in den Bach eingeleitet werden darf.

Klärwärter Thorsten Goß  begrüßte die Kinder mit ihren Lehrkräften jeweils am Kanaleinlauf der Kläranlage. Dort sahen die Schüler, welch schmutzige Brühe in das Regenrückhaltebecken floss, und mancher meinte, dass es kaum möglich sei, diese in der Kläranlage zu reinigen. Thorsten Goß erläuterte, dass leider immer mehr Abfälle im Einlaufbecken landen, die mit Abwasser nichts zu tun haben. Besonders die Feuchttücher bereiten den Kläranlagen große Probleme. Im Gegensatz zum Toilettenpapier, das leicht reißt und sich auflöst, reißen Feuchttücher nicht. Im Gegenteil: Sie verfestigen sich und bleiben an den Förderschnecken Rohren und in den Pumpen kleben. Sie verdichten sich, werden sehr hart und müssen zum Teil mit Schneidgeräten entfernt werden, damit die Pumpen nicht durch Kurzschlüsse zerstört werden. Thorsten Goß bat die Kinder auf Feuchttücher zu verzichten oder sie nach Gebrauch in den Restmüll zu werfen. Anschließend zeigte der Klärwärter die einzelnen Stationen und erläuterte die Reinigungsstufen: Rechen, Sand- und Ölfang und das Vorklärbecken mit der Bezeichnung Clarigester.

Mutig stiegen die Kinder auf den 6 Meter hohen Tropfkörper, in dem Bakterien die biologische Reinigung vollziehen. Der Tropfkörper ist eine Besonderheit der Kirchenthumbacher Anlage. In anderen Anlagen gibt es stattdessen ein Belebungsbecken. In kleinen Kläranlagen findet man auch einen Faulturm. Im Nachklärbecken schließlich setzt sich auch der letzte feine Schlamm noch ab.

Am Schluss zeigte Thorsten Goß den Kindern, wo das gereinigte Wasser in den Bach fließt. Alle waren sehr erstaunt, wie sauber und klar das gereinigte Wasser jetzt aussah, und der Klärwärter erläuterte, dass das Schmutzwasser bis zu 98 Prozent gereinigt sei. Im Bereich des Einlaufs des gereinigten Wassers in den Thumbach kann man im Sommer sogar die Forellen beobachten. Dies ist ein Hinweis auf die Wasserqualität.