Brandschutzerziehung für die Drittklässer


Nach der Behandlung des Themenbereichs „Feuer, Verbrennung, Brandschutz" im HSU-unterricht, lud die 3. Klasse der Grundschule Kirchenthumbach zwei Experten zu sich ins Klassenzimmer ein: Karl Walberer und Christian Weiß von der Feuerwehr Kirchenthumbach.
In zwei Schulstunden vertieften die beiden Feuerwehrmänner das Vorwissen der Kinder. Karl Walberer erläuterte die Aufgaben der Feuerwehr „retten - löschen - schützen - bergen", u.a. anhand von Praxisbeispielen aus der Zeitung. Einige Experimente wurden vorgeführt, wodurch den Kindern noch einmal bewusst wurde, wodurch ein Feuer verstärkt oder eingedämmt werden kann. Mit einem Modell des Verbrennungsdreiecks wurde dies verdeutlicht. Schockiert waren sie von dem Geruch von verbranntem Haar. Karl Walberer hatte extra dafür Haarreste vom Friseur besorgt, damit die Kinder diesen Geruch kennen lernten.
Christian Weiß stand Modell, indem er die komplette Ausrüstung eines Feuerwehrmanns präsentierte. Die Kinder zeigten sich sichtlich begeistert, kannten sie diese doch nur von Bildern. Besonders beeindruckt waren sie vom Atemschutzgerät. Einige, so auch ihre Lehrerin Isabel Thurn, durften sich auch von dessen Gewicht überzeugen. Allein das Atemschutzgerät hat ein Gewicht von 15 kg. Je nach Ausrüstungsgegenständen wird der Feuerwehrmann mit 25 bis 45 kg Gewicht belastet. Die Klasse war sich einig, dass ein Feuerwehrmann nicht nur wegen der schweren Ausrüstung, sondern auch aufgrund der Gefahrensituationen sportlich genug sein muss.
Mit einem Modellwohnhaus demonstrierte Christian Weiß, wie schnell sich gefährlicher und giftiger Rauch ausbreiten kann. Die Kinder erkannten schnell, wodurch der Rauch erstickt werden kann. Es wurde klar, wie wichtig Rauchmelder sind. Positiv überrascht war Karl Walberer, dass fast alle Kinder der Klasse einen Rauchmelder im eigenen Kinderzimmer haben.
Abschließend durften einige Kinder noch vorgegebene Notrufsituationen mit einer richtigen Telefonanlage nachspielen. Im Anschluss wurde jeweils reflektiert, ob alle W-fragen beantwortet wurden: Wo ist es passiert? Wer setzt den Notruf ab? Was ist genau passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Warten auf Rückfragen.
Die beiden Schulstunden wurden am nächsten Schultag mit einem Unterrichtsgang zum Feuerwehrhaus Kirchenthumbach abgerundet. Nun hatten sich sogar insgesamt vier Feuerwehrmänner Zeit für die Drittklässer und ihre Lehrerin genommen. In zwei Gruppen wurden sie durch das Feuerwehrhaus geführt. Die Kinder erfuhren, dass die Schläuche nach jedem Gebrauch gewaschen werden müssen. Karl Walberer zeigte die Waschmöglichkeit für die Schläuche und die Schlauchwaschmaschine. Anschließend ging es in den Schlauchtrockenturm und in die Gemeinschafts- und Schulungsräume.
Besonders freuten sich die Drittklässer, die Feuerwehrautos unter die Lupe zu nehmen. Die Kinder waren über das enorme Zubehör und dessen Handhabung erstaunt. Schließlich durften alle Schüler und auch ihre Lehrerin Isabel Thurn noch mit der Kübelspritze versuchen, Dosen in einem Haus umzuwerfen. Das machte den Drittklässern Spaß! Zum Abschluss der interessanten und lehrreichen Führung bekam jedes Kind eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Brandschutzerziehung, sowie eine Packung Buntstifte und verschiedene Flyer.

Links: Christian Weiß in voller Montur; Karl Walberer Brandschutzerzieher der FFW.
Oben: Gruppenbild Klasse 3