„Prinzessin auf dem Baum" faszinierte Grundschüler
Moise Schmidt vom Theater Maskara gastierte bereits zum wiederholten Mal in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule. Auch diesmal waren die Buben und Mädchen begeistert dabei. Gespannt saßen die 140 Grundschüler mit ihren Lehrkräften auf den Sportmatten und Bänken, die die Turnhalle in einen provisorischen Theatersaal verwandelten. Mit staunenden Augen und äußerst aufmerksam verfolgten sie das Spielgeschehen. Moise Schmidt erzählte das Märchen und schlüpfte dabei äußerst gekonnt in die vielen verschiedenen Rollen, die das deutsche Volksmärchen Die Prinzessin auf dem Baum" erfordert.

Als ein wackerer junger Schweinehirt eines Tages die immer gleichen Wege verlässt, entdeckt er einen himmelhohen Baum. Jetzt hat er nur noch eines im Sinn: hinauf. Drei Tage lang muss er klettern, bis er zuletzt zu einem Schloss kommt. Dort lebt eine verwünschte Prinzessin einsam vor sich hin. Er bleibt bei ihr und alles geht solange gut, bis er das verbotene Zimmer betritt. Bald darauf ist die Prinzessin verschwunden und der Junge macht sich auf sie zu suchen. Drei wilde Tiere weisen ihm den Weg zu einer Hütte tief im Wald. Dort hält der böse Zauberer die Prinzessin jetzt gefangen. hinterhältigen Hexe zu bestehen. Erst jetzt kann die Prinzessin endgültig befreit und auch Hochzeit gefeiert werden.

Ob Schweinehirt oder Prinzessin, Zauberer, Hexe, Pferd, Wolf oder Bär - egal - der Schauspieler  erweist sich als wahrer Verwandlungskünstler der Märchenwelt. Mit Feingefühl erweckt er die einzelnen Persönlichkeiten zum Leben. Er schlüpfe in selbst hergestellte Masken, die an Stangen bereithängen, hält sie in der Hand und sie werden so zum lebendigen Gesprächspartner des Künstlers.
Die zeitlich modern ausgerichtete  Sprache erweckt bei den Kindern immer wieder große Heiterkeit. Durch zusätzliche Mimik und Gestik schafft es Moise Schmidt, dass das Märchen lebendig erscheint. Zusätzlich sorgt er mit verschie-denen Instrumenten und einer Loop-Station für eine dramaturgisch unterstützende Musik, die ins Ohr geht. Die bemal-ten Bühnenvorhänge, die Wald, den Riesenbaum, das Schloss und vieles andere darstellen, werden hintereinander aufgestellt. So sind sie schnell und einfach zu verschieben und für einen raschen Szenenwechsel gesorgt. Das be-geisterte Publikum spendete Moise Schmidt lang anhaltenden Applaus und als Zugabe stimmte der Künstler mit den Zuschauern nochmals das „Schweinehirtenlied" an.