Ökumenische Weihnachtsandacht


Wie jedes Jahr fand am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien ein thematischer ökumenischer Wortgottesdienst statt. Für die Gestaltung zeichneten Pfarrer Dr. Benedikt Röder,  Pfarrerin Anne Utz und Förderlehrerin Elke Müller verantwortlich. Das Orgelspiel lag bei Herbert Fraunhofer in bewährt guten Händen.
Die Schulspielgruppe zeigte die szenische Darstellung der vier Kerzen, die am Adventskranz brennen. Im Raum war es so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden." Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Dann kam die zweite Kerze ins Spiel. Sie flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!" Und fast fing es an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung." Mit einem Docht nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.
Pfarrerin Anne Utz erzählte danach, unterstützt von Bildern, die Geschehnisse der Heiligen Nacht. Die Fürbitten, ebenfalls vorgetragen  von der Schulspielgruppe und ein gemeinsames Gebet und Abschlusslied rundeten die gemeinsame Feier ab. Danach ging es von der Pfarrkirche wieder zurück in die Klassenzimmer zur „weltlichen" Weihnachtsfeier.